FLUCHT NACH NEULAND

  Aktuell kommen verstärkt Menschen nach Deutschland und in andere – vor allem europäische und nordamerikanische – Staaten, die vor Kriegen, lebens- und existenzbedrohenden Lagenfliehen. Die Ankunft der vielen Flüchtenden wurde in den letzten Jahren in Deutschland nicht nur durch Medien und Politik kritisch betrachtet. Es gab auch immer wieder in der Bevölkerung Proteste und Aktionen gegen die Errichtung von Unterkünften für Asylsuchende und die Aufnahme dieser – und das auch von Bürgerinnen und Bürgern der politischen Mitte, die sich in

Bündnissen wie PEGIDA, deren Ablegern anderer Städte oder in politischen Parteien wie der AfD zusammenschließen. Fremdenfeindlichkeit zeigt sich als eine Art Alltagsrassismus in Neid, Missgunst und Ablehnung, die den Flüchtenden entgegen gebracht werden. Die notleidenden Situationen, in denen sich die Asylsuchenden befinden, der Kummer um verlorene oder zurückgelassene Familienmitglieder, die Strapazen auf den durchgemachten „Reisen“ und die Angst vor Abschiebung und Zurückweisung werden oft ausgeblendet.

Dieses Rollenspiel, an dem wir teilgenommen haben, machten Gründe und Risiken einer Flucht erfahrbar. Wir übernahmen dafür selbst die Rolle eines Flüchtenden auf dem Weg in das fiktive „Neuland“. Während des Spiels trafen wir auf verschiedene Personen, Stationen und Schwierigkeiten, die wir individuell lösen mussten. Diese Erfahrung, uns in die Rolle eines Flüchtenden hineinzuversetzen, zeigte uns ganz deutlich auf, wie hilflos und verzweifelt diese Menschen sind und wie sehr ihr Schicksal von der Willkür anderer Menschen abhängig ist.

 

 

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